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23. Juli 2017
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Kinder sichern Zukunft! Druckansicht

13.02.2008


Unsere Gesellschaft will, dass sie im Alter wirtschaftliche Bedingungen vorfindet, die eine angemessene soziale Versorgung sicherstellen. Das ist mit Beiträgen in unsere Sozialsysteme alleine nicht zu machen. Wir müssen vielmehr heute dafür sorgen, dass eine neue Generation heranwächst, die in der Lage ist künftig ähnliche Leistungen zu erbringen, als die heutige. Eine solche Gesellschaft ist ohne eine ausreichende Zahl von Kindern nicht denkbar.
Nun wurde immer wieder gesagt, der Wertewandel sei der Grund dafür, dass die Zahl der Geburten so stark rückläufig ist. Dem steht eine OECD-Studie gegenüber die feststellt, dass junge Leute wieder mehr Lust auf Kinder haben. 82 Prozent der 18 bis 38 Jährigen sehen Kinder als wichtigsten Bestandteil ihrer Biografie. Während bei einer Befragung 2001 diese Altersgruppe im Durchschnitt noch 1,4 Kinder wünschte, sind dies heute 2,1. Dieses Ergebnis bedeutet, dass nicht wenige sich sogar 3 und mehr Kinder wünschen, sonst käme diese Durchschnittszahl nicht zustande.

Woran liegt es dann aber, dass die Zahl der Geburten dennoch auf niederen Niveau verharrt?
Ein Grund dafür ist sicher die geringere Zahl von Frauen im Alter zwischen 18 und 45 aufgrund des dramatischen Geburtenrückganges in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Allein im letzten Jahr ist die Zahl der Frauen in dieser Altersgruppe um 200.000 zurückgegangen. Bei Zugrundelegung der bisherigen Geburtenrate hätte es rund 10.000 Kinder weniger geben müssen. Wenn es dennoch 7.000 mehr waren als 2006, so hängt das auch damit zusammen, dass die Ausländergeburten weiter zugenommen haben.
Warum aber ist die Geburtenrate pro Frau trotz der positiven Umfrageergebnisse nicht angestiegen?
Das hat einmal damit zu tun, dass Frauen heute Beruf und Familie miteinander vereinbaren wollen, was in vielen Fällen noch nicht ausreichend möglich ist. Staat, Wirtschaft und Gesellschaft haben daher die Aufgabe die Rahmenbedingungen dafür so zu verbessern, dass diese Balance gelingt. Dazu gehören mehr und bessere Betreuungseinrichtungen, aber auch eine angemessene Honorierung für Mütter und Väter, die ihre Kinder in den ersten Jahren selbst erziehen. Eine solche Honorierung als „Herdprämie“ abzutun, verunglimpft diejenigen, die für die Zukunftssicherung unserer Gesellschaft einen wichtigen Dienst leisten.

Zu den besseren Rahmenbedingungen gehört auch, dass öffentliche und private Arbeitgeber nach einer Erziehungspause nicht nur einen problemlosen beruflichen Wiedereinstieg ermöglichen. Wichtig wäre vor allem eine angemessene berufliche Fortbildung während der Elternzeit und die Sicherstellung von Aufstiegschancen, die von der Erziehungszeit nicht beeinträchtigt werden. Elternzeit vermittelt nämlich auch Erfahrungen die für die berufliche Arbeit von Vorteil sind.
Ein weiterer wichtiger Punkt der junge Frauen davon abhält, sich für Kinder zu entscheiden, ist lt. Prof. Kirchhof, dass unser gegenwärtiges Rentensystem die Leistungen falsch definiert. Mütter oder Väter die wegen der Erziehung ihrer Kinder auf eine Erwerbstätigkeit verzichten, werden zu Unrecht für diese Leistungsbereitschaft zu Gunsten des sogenannten Generationenvertrages bestraft. „Diese Enteignung der Mütter muss rückgängig gemacht werden“ so Prof. Kirchhof. Die Erziehungsrente muss einen höheren Stellenwert bekommen.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Ehe Basis unseres sozialen Systems ist. Sie ist eine Gemeinschaft, aus der in der Regel Kinder erwachsen und die sich gegenseitig – auch in Krankheit und Alter – Hilfe sichert. Würden wir alle als Einzelpersonen leben, würden sich die Soziakosten verdreifachen. Ehe und Familie verdienen deshalb mehr Schutz und mehr Anerkennung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Ehe und Familie sind daher nicht nur ein unverzichtbares Leitbild unserer christlich abendländischen Kultur, sondern auch von großer Bedeutung für unsere Volkswirtschaft. Dessen sollten sich alle bewusst sein, die in den Zuwendungen für Familien nur die Aufwendungen sehen und nicht den Nutzen, den sie für die gesamte Gesellschaft stiften.


Adolf Dinglreiter, MdL a.D.
Landesvorsitzender


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