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27. März 2017
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Bäuerliche Landwirtschaft dient allen Druckansicht

23.04.2008

Der ländliche Raum hat große Bedeutung für die Entwicklung des gesamten Landes. Eine wichtige Größe sind dabei die Bauern. Bayern ist die führende Kernregion der Landwirtschaft in Deutschland. Jeder dritte Bauernhof steht in Bayern und rund ein Drittel der deutschen Milch wird in Bayern erzeugt.

Das vielfältige bäuerliche Wirken geht aber weit über die Produktion von Nahrungsmitteln hinaus. Moderne bäuerliche Landwirtschaft erfüllt zusätzliche Dienstleistungs- und Ausgleichsfunktionen für Gesellschaft, Natur und Umwelt. Sie erbringt zudem vielfältige Vorleistungen für andere Wirtschaftsbereiche und trägt so maßgeblich zur Stabilität ländlicher Räume bei.

Ist diese positive Entwicklung jetzt in Gefahr?
Seit Jahren hatte die personalaufwendige Milchwirtschaft aufgrund des Preisdrucks der großen Handelskonzerne keine Chance noch Geld zu verdienen. Viele Bauern haben unter Verzicht auf ein angemessenes Einkommen und auf notwendige Investitionen ihre Betriebe weitergeführt. In der Landwirtschaft gibt man halt nicht so schnell auf, weil das ererbte Gut wieder an die nächste Generation weitergegeben werden soll.

Eine verstärkte internationale Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten und eine konkurrierende Erzeugung nachwachsender Rohstoffe hat nun im letzten Jahr die Preise ansteigen lassen. Die Verbraucher sollten mit diesem Preisanstieg nicht allzu sehr hadern, damit wurde nämlich gerade das Preisniveau von vor 15 Jahren erreicht. Sind im Verhältnis zu anderen Produkten 75 bis 80 Cent für einen Liter qualitativ hochwertiger Vollmilch wirklich zu viel? Der Bauer erhält davon ohnehin nur rund 40 Cent, die gerade ausreichen, um kostendeckend produzieren zu können.

Nun haben große Handelskonzerne angedroht, den Bauern ein Viertel weniger für die Milch zu bezahlen. Grund dafür ist nicht die Sorge um die Verbraucher. Milcherzeugnisse sollen vielmehr wieder als „Lockvogelangebote“ für die Kunden eingesetzt werden. Dieser Preisdruck geht auch bei gesunden Betrieben an die Existenz, zumal die Kosten für Treibstoffe, Energie, Futtermittel und Maschinen kräftig weiter steigen.

Wird diese Milchpreissenkung auf breiter Basis umgesetzt, geht es nicht nur um die Frage, ob uns gesunde Lebensmittel nicht mehr wert sind. Es geht auch darum, was aus unseren ländlichen Regionen, seiner wirtschaftlichen Entwicklung, seiner Natur und Umwelt wird, wenn immer mehr Bauern aufgeben.

Wer auf gesunde und hochwertige Nahrungsmittel aus heimischer Produktion nicht verzichten möchte, wer die von Bauern gepflegte Kulturlandschaft erhalten will und wer möchte dass wir in Deutschland bei der Versorgung von Nahrungsmitteln nicht so abhängig werden, wie bei Öl, Gas und Strom, darf diese Entwicklung so nicht hinnehmen. Gegen diese Preisdrücker ist deshalb nicht nur ein Protest der Bauern angesagt. Protestieren müssten gegen damit vorprogrammierte negative Entwicklungen auch die Verbraucher, die Wirtschaft, die Umweltschützer und die Urlauber, die sich an der gepflegten Kulturlandschaft in Bayern erfreuen wollen.

Wir alle sind gefordert, dieser radikalen Marktmacht der Konzerne die Stirn zu bieten.


Adolf Dinglreiter, MdL a.D.
Landesvorsitzender






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