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27. März 2017
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Deutschland verändert sich - was können wir tun, damit Bayern Bayern bleibt Druckansicht

26.03.2013

Referat bei der Vereinigung Rosenheimer Humanisten e.V. am 26.3.2013






Deutschland verändert sich – was können wir tun, damit Bayern Bayern bleibt?

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Viele tiefgreifenden Entwicklungen, und veränderte Wert-haltungen bestimmen das Handeln in unserer Zeit. Orientierungs¬losigkeit und Verunsicherung nehmen zu. Viele Fragen sind offen:

• Welche Auswirkungen haben Globalisierung und Internationalisie¬rung auf Bayern – seine Eigenständigkeit und seine Identität?

• Sind Föderalismus und Subsidiarität noch zeitgemäße Handlungsoptionen in unserer Zeit?

• Muss nicht alles in größerem Rahmen geregelt werden?

• Wie sichern wir in unserem Land Strukturen, die auch in ländlichen Räumen eine hohe Lebensqualität ermöglichen?

• Lässt eine oft verengte ökonomische Betrachtungsweise der Zukunft unserer Gesellschaft noch Raum für immaterielle Werte?

• Sterben die Bayern aus? Wie gestaltet sich die demographische Entwicklung?

• Welche Auswirkungen haben Zuwanderung und Integration

• Lassen sich Tradition und eigenständige Kultur in unserem Land bewahren?

• Steht diese Kultur noch im Einklang mit unserer über Jahrhunderte gewachsenen christlich-abendländischen Tradition?

Eine Auswahl von vielen Fragen, die den Umbruch in unserer Zeit kenn¬¬¬¬zeichnen. Zu vielem gibt es in Bayern noch befriedigende Antwor¬ten. Manchmal möchte man fast glauben, wir wohnen auf einer ‚Insel der Seligen’. Aber, wird das so bleiben?

Noch ist die Ausstrahlung und die Anziehungskraft hoch. Mehr als zweidrittel der Bevölkerung will tradierte Werte erhalten und strebt - zumindest ober¬flächlich - nach Identität mit unserem Land.

Nach der BR-Bayernstudie 2012 leben 98 % der über 5.000 Befragten gerne in ihrer Region – fühlen sich da zu Hause und eingebettet in die soziale Gemeinschaft. Vier von fünf Bewohner Bayerns sind stolz ein Bayer zu sein. 61 Prozent fühlen sich eher als Bayer, als als Deutsche.
Bei den unter 30jährigen ist diese Einstellung sogar noch etwas besser.
Was will man mehr?

Der Mythos Bayern – wie er oft genannt wird – worin ist er begründet?

Da sind einmal die fast 1500jährige Geschichte und die fast 800 Jahre Wittels¬bacher Tradition. Aus den Zeitzeugnissen dieser Epoche beziehen wir einen Großteil unserer Identität. Da sind aber auch aktuelle Kriterien zu nennen, z. B.

• wirtschaftlicher Erfolg, technologischer Fortschritt – wir sind eine Spitzenregion in Europa

• höhere Lebensqualität als anderswo

• ein hohes Maß an innerer Sicherheit

• Qualität von Bildung und Ausbildung
(Das bayerische Bildungssystem erhält bei allen unabhängigen
Untersuchungen immer wieder Bestnoten)

• reiche Kulturlandschaften

• eine weithin intakte Umwelt durch eine vorausschauende Umwelt¬politik.

Aber das ist es nicht alleine. Es gibt noch eine ganze Reihe anderer guter Gründe dafür, warum die Lebensqualität in Bayern höher eingeschätzt wird als anderswo.

Bayerische Lebensqualität wird auch bestimmt durch

• eine noch relativ hohe Übereinstimmung der Menschen über Werte und Regeln für das Zusammenleben;

• das vergleichsweise intensive Gemeinschaftsleben in den vielen Vereinen und die Qualität sozialer Beziehungen;

• die Vielfalt und Lebendigkeit des kulturellen Lebens überall im Lande;

• die Schönheit der Natur und unserer Kulturlandschaft in ihrer viel¬fältigen Ausprägung;

• die Lebenseinstellung der Bayern – ‚leben und leben lassen’ in den einzelnen Stämmen und schließlich

• das Lebensgefühl Heimat, das Erleben von zu Hause sein in einer weithin noch geborgenen Umwelt. Heimat ist für uns nicht nur eine Adresse. Heimat ist das gesellschaftliche und soziale Umfeld, sind die Menschen und ihre Art zu leben. Die Adresse
kann man austauschen – Heimat nicht.

Diese ‚Bausteine’ unserer Lebensqualität, die aus gewachsenen Struk¬turen und tief verankerten Prägungen gespeist werden, sind jedoch auch für Bayern kein auf Dauer gesicherter Zukunftsbestand.

Dies ebenso wenig, wie die technische und die ökonomische Leistungsfähigkeit, die Qualität der Bildung und der inneren Sicherheit.

Alle diese Elemente be¬dürfen deshalb der ständigen Pflege und der bewussten Förderung durch die Politik und die verantwortlichen gesellschaftlichen Kräfte.

Der Bayernbund ist eine davon mit dem klaren Auftrag

- der Erhaltung und Förderung des in Jahrhunderten gewachsenen Staatsbewusstseins im bayerischen Volk und der darauf beruhenden politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung Bayerns zur Wahrung seiner Eigenständigkeit und einer durch den Föderalismus garantierten Freiheit in Deutschland, sowie

- der Pflege der heimischen Sprache und Literatur, der Geschichte, der Volkskultur und des Brauchtums in Altbayern, Franken und Schwaben.

Diese Ziele seiner Satzung sucht der Bayernbund in enger Zusammenarbeit mit den bayerischen Volks-, Traditions- und Brauchtumsverbänden zu erreichen.

Was könnte den Mythos Bayern gefährden? Wo ist unser Einsatz besonders gefordert?

Der Freistaat Bayern ist heute ein wirtschaftliches, kulturelles, soziales und politisches Markenzeichen in Deutschland und Europa. Seine Leis¬tung ist anerkannt und seine Staatlichkeit in der föderativ verfassten Bundesrepublik grundsätzlich gesichert.

Dennoch gibt es Tendenzen, die politische Eigenständigkeit durch den Bund und Europa auszuhöhlen.

Gerade jetzt wird wieder versucht die in der Kulturhoheit der Länder liegende Schulpolitik zu zentralisieren.

Auch die von der EU veranlassten Eingriffe gehen in diese Richtung

Es gibt auch die Tendenz, die Eigenverantwortung der Bürger und die aktive Mitgestaltung am öffentlichen Leben zunehmend durch Bürokratie und den Ruf nach mehr Staat zu ersetzen. Ziel ist der Betreuungsstaat, der sich dem Bürger in allen Lebenslagen als Ersatzfamilie anbietet.

Es gibt die Tendenz, kulturelle Verfremdung über den Erhalt christlich-abendländischer Tradition und die Pflege von überliefertem Volks- und Brauchtum zu stellen, sowie unsere christlich geprägte Werteordnung durch den von den Medien weltläufig geformten sogenannten „Mainstream“ zu ersetzen.

Die Tendenz, unsere christlich-abendländisch geprägten Werte zu relativieren und dem von den Medien geprägten Zeitgeist anzupassen.

Auch die Tendenz, die eigene Geschichte zu ignorieren anstatt sie als prägendes und verbindendes Element unseres Volkes anzuerkennen und sie deshalb weiterzuvermitteln.

Wer nicht weiß, woher er kommt, tut sich schwer, einen eigenen Standort zu finden. Das aber ist die Basis für eine sichere Richtungsbestimmung auf dem Weg in die Zukunft.

Wie können wir diesen Tendenzen begegnen?
Wie können wir die bleibenden Werte in unserem Land erhalten und dennoch aufgeschlossen die Zukunft gestalten?

Lassen Sie mich das an einigen Beispielen deutlich machen:
Werte müssen wieder stärker thematisiert werden. Das Bestehende kann man einfach verwalten. Im Umbruch braucht man aber Visionen und Konzepte für die Gestaltung von Neuem, für Zukunftsentwürfe.

Ohne klare Wertvorstel¬lungen - ohne ‚Werte-Kompass’ - ist solches Gestalten nicht zukunfts¬weisend möglich.

Dazu gehört zunächst einmal die tiefe Verwurzelung in unserer christlich-abendländischen Wertetradition. Sie ist die Basis für unser christliches Menschenbild und sie ist unverzichtbare Orientierung für das Gestalten einer humanen Zukunft. Nur wer einen festen, einen gefestigten Standort hat, kann sich unvoreingenommen Neuem zuwenden und sich mit ihm konstruktiv auseinandersetzen. Bayern ist deshalb aufgeschlossener für Neues.
Dagegen steht die Moral der sog. „Öffentlichen Meinung“ der sich viele anschließen, um sich so von eigener Verantwortung zu dispenzieren.

Das dürfen wir nicht hinnehmen, da müssen wir hinterfragen, wohin das führt, ob die Zukunft unserer Gesellschaft nur auf reine Zweckmäßigkeit ausgerichtet sein darf, ob Demokratie oder Demoskopie bestimmen?





Wie steht es um diese christlich-abendländische Wertetradition?

Immer mehr wollen Gott aus dem öffentlichen Leben tilgen.
Frage: Nach welchem Menschen¬bild werden dann in Zukunft Staat und Gesellschaft gestaltet? Bestimmen das verlässliche Orientierung oder der Zeitgeist?

Hier dürfen wir nicht zuschauen – wir müssen uns einmischen – lautstark und aktiv, wo immer solche Tendenzen sichtbar werden. (KG, Schule, Vereine, Verbände, Politik)

Wir müssen da Zukunft auf allen Ebenen aktiv mitgestalten.
Denn:
Unsere christliche Tradition ist in Gefahr. 80 % sagen, sie seien christlich erzogen, aber nur 30 % geben das auch an die Kinder weiter. Was ist in 20 Jahren, wenn diese Kinder Elterngeneration sind?

Christliches Brauchtum hat früher auch in Verbindung mit weltlichen Tradi¬tionen durch das Jahr begleitet.
Wie viele Feste im Jahreskreis werden in den Familien heute noch gefeiert? Wie vieles davon ist schon hohl? (Weihnachten mit Santa Claus usw.)

Wir sollten den Kindern im Kinder¬garten und in der Schule nicht nur verkehrsgerechtes Radfahren und Müll trennen beibringen, sondern auch das Begehen christlicher Feste und das Feiern im Jahreslauf! Hier müssen wir uns einmischen – in unseren Familien in Kindergärten, Schulen und in der Kirche, weil christliches Brauchtum eine Brücke zum Glauben ist.

Jetzt geht es nicht nur mehr darum, dass Kreuze aus den Schulen und öffentlichen Räumen entfernt werden. Es geht darum, ob unsere christlich-abendländische Verwurzelung erhalten bleibt.

Hier wie da sind Menschen in der Mehrheit dafür die christlichen Symbole zu erhalten aber oft fehlt der Mut, sich öffentlich dazu zu bekennen. Wenn wir das zulassen, entsteht zuneh¬mend geistige Leere, eine Atmosphäre der Sinn- und Hoffnungslosigkeit, der unbestimmten Ängste – eben eine Welt ohne Gott.

Da müssen wir uns einmischen – aktiv und couragiert!

Wie steht es um den Stellenwert der Familie?
Da wird von einflussreichen gesellschaftlichen und politischen Gruppen versucht Ehe und Familie zunehmend auszuhöhlen.

Mutter und Vater sind aber der beste Hort für eine gute Entwicklung von Kindern. Neuere Forschungsergebnisse besagen: Kinder, denen gerade in den ersten Jahren Zuwendung, Liebe, Geborgenheit, Verständnis und Selbstwertbestätigung von Eltern geschenkt werden, haben mehr psychisch-geistige Kraftreserven und Stabilität für das Leben.

Das ist eine bessere Vorbeugung gegen Verrohung und Gewalt, als alle Strafmaßnahmen, die wir verhängen können.
Wo ist eine solche Zuwendung besser möglich als in der Familie! Verfügbarkeit der Mütter – Ausbau von Krippen wo wird über das Wohl der Kinder gesprochen?

Die Familie ist die Keimzelle einer heilen und kraftvollen Gesellschaft.

Wir müssen Familie und Kinder zu einem neuen Wertbegriff in unserer Gesellschaft machen.

Toleranz für andere Formen des Zusammenlebens kann nicht heißen Ehe und Familie ihre besondere Bedeutung für eine am Kindeswohl orientierte Erziehung abzusprechen. Und es darf auch nicht unberücksichtigt bleiben, dass Ehe und Familie die Basis für eine nachhaltige Erneuerung unserer Gesellschaft sind. Was denn sonst?

Hier haben sich Werte verschoben! Beispiel:
Was ist das für ein Schutz des Lebens, wenn wir einerseits Frösche über die Straße tragen, uns um jedes seltene Gräslein kümmern, aber gleichzeitig Schutz und Fürsorge für Kinder (ungeborene und geborene). vernach¬lässigen. Solches Verhalten ist vordergründig – es hat keine Seele.

Da müssen wir uns einmischen!





Wie schützen wir unsere lebendige Kultur?
Wir erleben heute in unserem Land ein breitgefächertes kulturelles An¬ge¬bot durch unsere Brauchtums- und Traditionsvereine, Musikkapellen, Volkstheatergruppen und viele andere.

Alles ruht auf den Schultern ehrenamtlich Tätiger.

Zuschüsse der öffentlichen Hand sind hier notwen¬dige Hilfe zur Selbsthilfe. Vielfach werden diese freiwilligen Leistungen aber gestrichen oder diese Tätigkeit mit immer mehr Bürokratie belegt.

Wo bleibt da die Motivation für die vielen Menschen, die dafür viel Zeit und Ideen einbringen.

Ohne das Engagement der vielen Ehrenamtlichen stirbt die Vielfalt unseres kulturellen Lebens.

Kultur lebt nicht nur in großen Opernhäusern und Konzertsälen, sondern auch und gerade in den vielen Veranstaltungen überall im Lande, die nicht bestellt und eingekauft, sondern von Bürge¬rinnen und Bürgern selbst gestaltet werden.

Das muss gefördert werden, denn

Kultur als gestaltetes Leben führt zusammen, verbindet und schafft Identität. Ein unersetzlicher Reichtum, ohne den unser Land ärmer wäre. Dafür müssen wir uns einsetzen, in dem wir immer wieder an den in der Verfassung gesicherten Kulturstaatsauftrag des Freistaates Bayern erinnern.

Aber auch, in dem wir unsere Dörfer lebendig erhalten. Der ländliche Raum muss auch in einer globalisierten Welt eine Zukunft haben.
Dörfer dürfen nicht nur Schlaforte von Ballungsräumen sein.

Der Geschichte und den Traditionen unseres Landes verpflichtet.
Bayern hat eine reiche Geschichte. Die vielen Jubelfeiern von Orten, Klöstern, Kirchen und Vereinigungen erinnern nicht nur an Vergangenes, sie stellen vielfach auch eine lange gewachsene, bayerische Gegenwart dar.

Das soll ermutigen, Entscheidungen für die Zukunft aus dieser Tradition und den Erfahrungen unserer Geschichte zu treffen. Das gibt mehr Erkenntnisreichtum, mehr Gelassenheit und Berechenbarkeit, die viele Entscheidungen heute befruchten könnte.

Deshalb wollen wir Geschichte lebendig erhalten.

Geschichte vermittelt auch Identität – zu wissen, wo ich her komme und wo ich hin gehöre. Dazu gehört ein bewusstes Leben in den Traditionen unseres Landes und die Pflege unserer Sprache, in der sich Zugehörigkeit ausdrückt.

Geschichte zu vermitteln, Tradition zu pflegen, Sprache zu erhalten – das sind wichtige Aufträge, denen wir uns verpflichtet fühlen müssen – gerade heute, wo vieles zerfließt und Orientierungslosigkeit zunimmt.

Heimat ist für uns nicht nur eine Adresse, sondern ein Ort der Zuge¬hörigkeit, des Verstandenwerdens, der Geborgenheit, der Unverwechsel¬barkeit, der Identität. Eine gute Basis, Zukunft mutig und entschlossen zu gestalten.

Was müssen wir weiter tun?

Bayerns Staatlichkeit erhalten.
Bayern hat eine lange Tradition und ein ausgeprägtes Staatsbewusstsein. Den nach dem 2. Weltkrieg geschaffenen Bindestrich-Ländern fehlt das.

Wenn es darum geht, Bayerns Staatlichkeit zu erhalten, so ist natürlich in erster Linie die gestaltende Kraft der Parteien, des Parlaments und der Regierung gefordert.

Es liegt nahe, dass bei der Lösung anstehender Auf¬gaben Sachbezogenheit und Zweckmäßigkeit im Vordergrund stehen.

Was uns aber Sorgen macht: Das Prinzip der Subsidiarität wird zunehmend ausgehöhlt. Der Bund und Europa reißen Aufgaben an sich, die wir im eigenen Land besser und vor allem bürgernäher erledigen könnten.



Beispiele:
• Landessteuern werden vom Bund festgelegt (Erbschaftsteuer)
• Bildung soll vereinheitlicht werden
• Kinderbetreuung zunehmend vom Bund geregelt
• Förderung von Uni`s Art. 91.b GG – besser: Bund soll Ländern höheren Steueranteil geben
• EU: Abschaffung des „Einheimischen Modells“. Wasser-Richtlinie – Baustellen-Richtlinie usw.

Dabei stets die Berücksichtigung des spezifisch Bayerischen, das Bewah¬ren bewährter Traditionen anzumahnen, ist Aufgabe der geschichtlich fundierten und der kreativ gestaltenden Kraft des Bayernbundes.

Wir haben das mit vielen Initiativen u. a. zum Föderalismus, zum Finanzausgleich, zur Zukunft unserer Dörfer usw. immer wieder getan und werden es weiter tun.

Das muss Aufgabe aller sein, die unser Land lieben und seine im Grundgesetz garantierte, weitgehende Unabhängigkeit bewahren wollen.

Der Tendenz zum Zentralismus in Richtung Berlin oder Brüssel begegnen wir mit deutlicher Ablehnung. Da brauchen wir Unterstützung.

Wir setzen dem ein föderatives, subsidiäres Konzept staatlichen Handelns entgegen das Bayern eine weitgehende Selbständigkeit bewahrt und den politischen Ebenen in Bayern ein hohes Maß an Eigenständigkeit sichert bis hinunter zu Landkreisen und Gemeinden (Wettbewerb).
Dazu gehört auch eine vernünftige Ausgestaltung des Länderfinanzausgleichs (Beispiele).

Ein richtig verstandener Föderalismus ist für uns auch in der globalisierten Welt die zeitgemäße Lebens- und Organisationsform in einer aufgeklärten pluralistischen Gesellschaft.

Und Subsidiarität ist eine politische Handlungsweise die Gestaltungsspielräume weit unten schafft und damit Rücksicht nimmt auf das Individuelle, das Bodenständige, die gewachsene Eigenart und die Vielfalt bayerischer Kultur.

Eine Beschränkung der Zentralgewalt bedeutet ein Mehr an Freiheit. Das gilt nicht nur für gesetzgebende, ausführende und richterliche Gewalt – das gilt auch für eine 4.Gewaltenteilung – den Föderalismus!
Auf dieser Grundlage wollen wir das aus seiner langen Tradition gewachsen bayerische Staatsbewusstsein lebendig erhalten und konstruktiv weiterentwickeln.

Wie begegnen wir Zuwanderung und Integration?
Bayern ist ein weltoffenes Land. Fremden begegnen wir offen und entgegenkommend.

Wir haben allerdings etwas gegen Entfremdung.

Wer bei uns dauerhaft leben will, von dem erwarten wir, dass er sich in die rechtliche, politische und gesellschaftliche Situation in Bayern einfügt.

Problem ist, dass der Islam den Anspruch hat, nicht nur ein Glaube zu sein, sondern als Religion für die Einheit von Leben, Glauben, Gesetzen und Politik zu stehen. Das entspricht weder unserer Geschichts- und Lebenserfahrung noch unserer Rechts- und Gesellschaftsordnung.

Jeder kann seinen Glauben und seine Tradition leben, aber er muss unsere Grundwerte, die auf den Grundlagen der europäisch-abendländischen Werteordnung mit ihren Wurzeln im Christentum, der Aufklärung und dem Humanismus basieren, anerkennen.

Auf dieser Grundlage sind nicht nur Angebote des Gastlandes, sondern auch die deutliche Bereitschaft der Zuwanderer zur Integration notwendig.

Das muss deutlicher zum Ausdruck gebracht werden.
Nur so kann ein friedvolles und gedeihliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religion, kultureller Herkunft und Prägung gelingen.

Dafür setzen wir uns ein.

Unser Auftrag ist
in Gegenwart und Zukunft: im Handeln traditionsbewusst, von staatspolitischem Selbstbewusstsein geprägt, voller Stolz auf die in der Vergangenheit erreichten Leistungen und entschlossen, die Zukunft aktiv und kraftvoll mitzugestalten.

Wir wollen dabei als Bayern durchaus etwas anderes sein, als andere.

Nicht um des Anders sein Willens, sondern um das Gute, das Gewachsene, die zeitüberdauernden Werte unserer Kultur zu
erhalten und aus diesen Wurzeln die gestaltende Kraft zu ziehen für das notwendige Neue in unserer Zeit.

Wenn wir in diesem Sinne weitgehende Selbstbestimmung in Deutschland und in der Europäischen Union fordern, dann nicht als regionale Egoisten, die Abgrenzung betreiben wollen.

Wir handeln dabei vielmehr als bayerische Patrioten, die ihre Heimat und Kultur bewahren und so ihre Eigenart und ihre Identität auch in Zukunft sichern wollen.

Wir wissen, je weiter die Welt wird, je mehr sich der Horizont und der Handlungsraum der Menschen erweitert, um so wichtiger wird wieder das Nahe, das Nächstliegende, der Raum der Geborgenheit, der Vertrautheit, den wir Heimat nennen.

Diesen Raum wollen wir erhalten, weil er Identität schafft und in einer unübersichtlichen Welt ein Geländer der Orientierung ist.
Geländer der Orientierung bei der Gestaltung einer lebenswerten Zukunft.

Damit Bayern Bayern bleibt.

Adolf Dinglreiter, MdL
Landesvorsitzender

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