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27. Mai 2017
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03.04.2013

Keine Experimente im bayerischen Schulwesen

Angesichts der Wahlen im Herbst 2013 zetteln einige Parteien und Verbände wieder hitzige Strukturdebatten über die Gestaltung des Schulwesens an. So hitzig, dass jetzt die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft einen parteiübergreifenden Schulfrieden fordert.

Worum geht es?
Da wird wieder die allgemeine Einführung der Gesamtschule bzw. der Gemeinschaftsschule gefordert. Ebenso Staatsverträge, die in Deutschland eine einheitliche Bildungslandschaft ermöglichen. Und nun soll auch noch das Sitzenbleiben abgeschafft werden.
Betrachten wir zunächst die Abschaffung des Sitzenbleibens. Hier wird argumentiert – vornehmlich vom Land Niedersachsen - individuelle Förderung von Kindern mit Lernschwächen sei besser, als ein Schuljahr zu wiederholen. Aber, wie kann das gehen, wenn in diesem Land in den nächsten Jahren 11.600 Lehrerstellen gestrichen werden sollen? In Baden-Württemberg, wo man jetzt schon nicht mehr durchfallen kann, werden bis 2018 rund 10.000 Lehrerstellen gestrichen. Der Philologenverbandschef Meidinger vermutet deshalb hinter dem Verzicht auf das Sitzenbleiben ein finanzielles Kürzungsprogramm, das mit kinderfreundlichen Argumenten ummäntelt wird.

Bayern hat es da mit seinem kindgerechten, gegliederten Schulwesen, mit seiner Grundschulgarantie und 8.200 neuen Lehrerstellen von 2008 bis 2014 besser. Das ist auch der Grund warum das bayerische Bildungssystem bei allen unabhängigen Untersuchungen immer wieder Bestnoten erhält.

Die Forderung nach einer einheitlichen Bildungslandschaft in Deutschland wird gerade von der Wirtschaft immer wieder erhoben. Begründung: beim Umzug innerhalb Deutschlands hätten Kinder Probleme, sich in der Schullandschaft des anderen Landes zurechtzufinden. Das ist zugegeben ein Problem beim Zuzug von Schülern aus nördlichen Bundesländern z. B. nach Bayern. Gelöst werden könnte diese Problem nur, wenn das Qualitätsniveau in allen Jahrgangsstufen vereinheitlicht wird, was aber in Bayern z.B. beim mittleren Schulabschluß mit einem dramatischen Qualitätsverlust erkauft werden müsste. Das kann nicht im Interesse der bayerischen Wirtschaft sein.

Nicht für die Wirtschaft taugliche oder ideologisch ausgerichtete Experimente, sondern eine durch den Erfolg bewährte, bestmögliche Forderung und Förderung unserer Kinder ist eine angemessene Investition in die Zukunft.

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