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"Lebenswerte Zukunft für Bayerns Regionen - Aktive Bürgergesellschaft für unsere Dörfer" Druckansicht

26.08.2014

„Lebenswerte Zukunft für Bayerns Regionen – Aktive Bürgergesellschaft für unsere Dörfer“

Eine gute und erfolgreiche Zukunft wächst im Dorf weitgehend aus der eigenen Gestaltungskraft der Bürgerinnen und Bürger. Der ländliche Raum hat da seine besonderen Stärken. Die hier vorhandene Qualität des Gemeinschaftslebens bietet die Chance, innovativ neue soziale Netzwerke zu entwickeln und damit unsere bayerische Heimat lebenswerter zu machen. Deshalb hat der Bayernbund zu einer Tagung zu dem oben genannten Thema eingeladen.

Neben zahlreichen Teilnehmern aus den Kreisverbänden des Bayernbundes konnte der Landesvorsitzende Adolf Dinglreiter, Herrn Prof. Dr. Magel, Präsident der Akademie ländlicher Raum begrüßen, der das Hauptreferat zu diesem Thema hielt.

Weiter wurden begrüßt MdL Günter Knoblauch, Bürgermeister Gustl Voit, Wolfgang Gröll, Sachverständiger für den Bereich Nahversorgung, Herrn Hans Zagler, Referent für den ÖPNV im Landkreis Rosenheim und H. Jürgen Wemhöner vom Sozialwerk Stephanskirchen.
In seiner Einleitung führte Dinglreiter aus:
Der durch die demographische Entwicklung vorgezeichnete Alterungs- und Schrumpfungsprozess stellt viele Kommunen in Bayern vor große Herausforderungen. Wenn wir nicht zulassen wollen, dass sich ländliche Räume entleeren, müssen wir jetzt entschieden gegensteuern. Es geht darum, den ländlichen Raum als eltern- und kinderfreundliche, wie auch altersgerechte Heimat zu erhalten. Dazu ist eine aktive Bürgergesellschaft in unseren Dörfern notwendig, die den dörflichen Lebensraum zu einem aktiven Sozialraum gestalten. Die Öffentliche Hand muss dafür die Voraussetzungen schaffen und dazu für die erforderliche Infrastruktur sowie die notwendige Mobilität sorgen.
Ziel muss es sein, den Wandel aktiv zu gestalten, nicht zu erleiden. Dieser Aufgabe sieht sich der Bayernbund in der Fortsetzung seiner 2006 begonnenen Aktion „ Die Zukunft unserer Dörfer“ für die Zukunft verpflichtet.
Nach dem Impulsreferat von Prof. Dr. Magel,das in dieser Ausgabe abgedruckt ist; schloss sich eine Diskussion über die anstehenden Aufgaben an.
Gustl Voit, der Sprecher der Bürgermeister im Landkreis berichtete zunächst über Projekte der Dorfentwicklung, die von den Bürgern sehr positiv aufgenommen werden, wenn es gelingt, sie zeitnah umzusetzen. Junge Bürger bleiben im Ort, wenn die wichtigsten Bedingungen wie wohnortnahe Arbeitsplätze, Kinderbetreuung, Schule und Breitbandversorgung stimmen. Für Ältere ist dagegen die Nahversorgung und ein funktionierendes soziales Netzwerk wichtig. Außerdem brauchen die Gemeinden mehr Unterstützung bei der Ansiedlung von Betrieben (Bebauungspläne) und bei der Umwidmung aufgelassener Bauernhöfe.
Wolfgang Gröll vom Netzwerk- Dorfladen informierte darüber, dass in Bayern im Vergleich zu anderen Ländern bereits die meisten Dorfläden existieren. Immer häufiger vertreiben diese vorwiegend regionale Produkte und fördern so die Wertschöpfung in der Region. Zwei Drittel der Dorfläden sind ohne Fördermittel zustande gekommen. Ziel ist es diese Läden aus Eigeninitiative ohne weitere Förderungen zu erhalten.
Entscheidend sei dafür nicht die Anzahl der Einwohner eines Ortes, sondern wie die Bürger zu ihrem Dorfladen stehen, wie sehr sie sich mit dieser Einrichtung identifizieren.
Hans Zagler vom Landratsamt berichtet von einem Bürgerbusprojekt das von 3 Gemeinden im Landkreis Rosenheim und 7 Gemeinden im Landkreis Traunstein seit 11 Jahren erfolgreich betrieben wird. Die Kleinbusse haben die Landkreise zur Verfügung gestellt und betrieben wird das Unternehmen von ehrenamtlichen Fahrern, die von Arbeitskreisen ausgebildet,organisiert und eingeteilt werden. So können auch Orte bedient werden für die sich ein regulärer ÖPNV nicht rechnet.
Jürgen Wemhöner vom Sozialwerk Stephanskirchen berichtet darüber, wie Menschen in dieser Gemeinde gelernt haben, sich gegenseitig zu unterstützen. Wichtig ist dabei auch, daß dieses Vorhaben von der Gemeinde mit getragen wird.
Eine lebhafte allgemeine Diskussion schloß sich diesen Beiträgen an.
In seinem Schlußwort dankte Dinglreiter dem Referenten und allen Diskussionsteilnehmern für ihre anregenden Beiträge.Auf dieser Grundlage werde der Bayernbund in den nächsten Monaten ein Programm für den ländlichen Raum erarbeiten das der Staatsregierung und dem Bayerischen Landtag für ihre Beratungen zur Verfügung gestellt wird.Darüberhinaus ist es Grundlage für Veranstaltungen des Bayernbundes mit Kommunalpolitikern in den Kreisverbänden.

Adolf Dinglreiter, MdL a. D.
Landesvorsitzender

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